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3.1. Die Schweizer Wirtschaft im europäischen Kontext (1/3)

Die Schweiz zählt zu den wettbewerbsstärksten Volkswirtschaften Europas. Das Bruttoinlandprodukt der Schweiz beträgt im Jahr 2008 bei einer Einwohnerzahl von 7,7 Mio. Menschen 542 Mrd. CHF. 3 Damit hat die Schweiz weltweit eines der höchsten BIP pro Kopf.4 Diese Wirtschaftsleistung wird von insgesamt 298 722 Unternehmen erbracht, wovon 99,7 % kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind. Letztere beschäftigen 67,5 % der über 3,2 Mio. Erwerbstätigen (nach Vollzeitäquivalenten). 5
Aufgrund der vergleichsweise geringen Einwohnerzahl reicht der Binnenmarkt alleine nicht aus, die in der Schweiz produzierten Waren abzusetzen, sodass für viele schweizerische Unternehmen vor allem der europäische Markt von essenzieller Bedeutung ist. Aus diesem Grund hat die Schweiz mit der Europäischen Union (EU) einige bilaterale Abkommen mit dem Ziel eines schrittweisen Abbaus von Marktzugangsschranken abgeschlossen. 6 Auf Basis dieser Regelungen sind die in der Schweiz angesiedelten Unternehmen in der Lage, den Markt der EU mit seinen rund 500 Mio. Verbrauchern zu bearbeiten.
Diese Vernetzung mit dem Ausland führt zu starken Investitionen schweizerischer Unternehmen in anderen Ländern. Der Kapitalbestand der Schweizer Unternehmen und Investoren im Ausland betrug im Jahr 2007 mehr als 740 Mrd. CHF und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 8,4 % an (s. Tab. 3).

Der grösste Anteil des Kapitalbestandes ist in der Europäischen Union investiert. Auf der Gegenseite bietet sich die Schweiz als Standort für ausländische Unternehmen und als Abnehmer für deren Produkte an. Im Jahr 2007 betrug der Kapitalbestand ausländischer Akteure in der Schweiz 379 Mrd. CHF (s. Tab. 4).

Damit nahm der Kapitalbestand im Vergleich zum Vorjahr um 17,5 % zu. Das meiste Kapital stammte 2007 aus den Niederlanden. Insgesamt betragen die Direktinvestitionen von Unternehmen aus der EU über 70 % aller Direktinvestitionen.

 


3 Vgl. Bundesamt für Statistik (2008): Bruttoinlandprodukt gemäss Produktionsansatz, 2007.
4 Vgl. United Nations Conference on Trade and Development (2007).
5 Vgl. Bundesamt für Statistik (2007): Betriebszählung 2005.
6 Die Bilateralen I und II enthalten Regelungen bezüglich Erleichterungen des Güter- und Personenverkehrs. Vgl. Integrationsbüro EDA/EVD (2007).
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