Kollektive Innovation bringt ErfolgEin Beispiel für den Erfolg dieser Strategie ist die EDI-Umsetzungsinitiative von GS1 Schweiz. Nach langem Stillstand konnte innert weniger Jahre die EDI-Umsetzung vervielfacht werden (Abbildung 2).Alle Detailhändler haben sich freiwillig zu einer einheitlichen Vorgehensweise und Verfahrenstreue verpflichtet. Dies brachte den Lieferanten die Sicherheit, dass nicht für jeden Handelspartner eine eigene Lösung unterstützt werden musste. Für die EDI-Dienstleister bedeutet dies, dass kostengünstige, attraktive Angebote die Nachfrage stimulieren und dass ein interessanter, vergleichbarer Markt entsteht. Es wurden nur wenige, aber wichtige Grundsätze definiert:
Ein anderes, jüngeres Beispiel ist das Geschäftsmodell der Konsignation. Statt alleine vorzupreschen, haben sich die grossen Handelsunternehmen dazu entschieden, bei GS1 Schweiz eine Arbeitsgruppe anzuregen. Das Thema fand breiten Anklang, und innert Kürze wurden ein einheitliches Prozessmodell und entsprechende Regelungen definiert sowie die wichtigsten operationellen Fragen geklärt. Das Ergebnis ist eine Kompromisslösung, bei welcher alle Beteiligten Konzessionen eingehen mussten. Dank Akzeptanz und breiter Abstützung wurde eine für Handel und Industrie akzeptable und investitionssichere Lösung ermöglicht. Bei Konsignation handelt es sich um ein Geschäftsmodell, welches zunehmend im klassischen Konsumgütergeschäft auf Interesse stösst. In verschiedenen Branchen, wie zum Beispiel der Automobilindustrie, der Bekleidungsoder auch in der Schmuck- und Uhrenbranche, wird Konsignation schon lange praktiziert. Es erlaubt den Marktteilnehmern einerseits, die Marktpräsenz zu erhöhen, eine permanente Versorgung sicherzustellen und ihre Sortimente in adäquatem Umfang an der Verkaufsfront zu präsentieren. Andererseits bedeutet es für die Vertriebspartner, weniger Ware am eigenen Lager zu halten und damit Lager- und Logistikkosten zu senken. Der aktuelle, gemeinsam erarbeitete Prozess ist in zwei Hauptprozesse aufgeteilt:
Weitere Fragen, die im Prozessmodell ebenfalls definiert werden: geeignete Sortimente, Retourenabwicklung, Verfalldaten, Rückverfolgbarkeit, Versicherungen, Schwund, Inventur, EDI-Messages, Kostenfaktoren.
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