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Management Summary – für den eiligen Leser (1/2)


Résumé – Der Ausgangspunkt der Logistikmarktstudie Schweiz

  • Die Studie hat den Schweizer Logistikmarkt und dessen Segmente als Gegenstand. Das Marktverständnis umfasst dabei alle Transport-, Umschlagsund Lagerleistungen sowie damit direkt zusammenhängende sonstige Aktivitäten, wie z.B. Rechnungsabwicklung oder Verzollung. Produktionsinterne Logistikleistungen werden nicht betrachtet.

  • Alle Daten, die in die Berechnung des Logistikgesamtmarktes und seiner Teilmärkte einfliessen, stammen aus dem Jahr 2010. Daten, die für dieses Jahr nicht verfügbar sind, werden auf Basis anderer Kennzahlen (z.B.Wirtschaftswachstum) für das Jahr 2010 geschätzt.

  • Die Datenerhebung stützt sich auf eine Auswertung von bestehenden Statistiken von öffentlichen Institutionen, wie z.B. dem Bundesamt für Statistik (BfS). Darüber hinaus wurden mehrere Befragungen von verladenden Unternehmen und Logistikdienstleistern durchgeführt. Unter anderem wurde zum dritten Mal eine ausführliche Primärerhebung zu verschiedensten Aspekten des Schweizer Logistikmarktes (neben teilmarktspezifischen Kennzahlen u.a. zu den Themen Intralogistik, Anschlussgleise und Kundenanforderungen an Logistikdienstleister) sowie zu «Top 100 Logistikdienstleister der Schweiz» initiiert. Auf dieser Basis lässt sich der Status quo des Schweizer Logistikmarktes sowie seiner Teil-und Querschnittsmärkte erfassen und eine Prognose über die zukünftige Entwicklung in den untersuchten Bereichen ableiten.  

Résumé – Der Schweizer Logistikmarkt im Überblick

  • Die Schweizer Wirtschaft ist stark in den internationalen Wertschöpfungsprozess eingebunden. Aus diesem Grund werden die Untersuchungen über den Schweizer Logistikmarkt auch in einen europäischen Kontext gesetzt.

  • Der Strassengüterverkehr spielt mit einem Anteil von etwas mehr als 79 % die dominierende Rolle hinsichtlich der transportierten Gütermenge. Vergleicht man über die letzten Jahre die Entwicklung des Gütertransportaufkommens und der Verkehrsleistung, so ist festzustellen, dass die beförderte Tonnage im Vergleich zur gesamten Verkehrsleistung verhältnismässig schwach ansteigt. Ein Teil der Erhöhung der Transportleistung ist somit auf eine Zunahme der zurückgelegten Transportentfernungen zurückzuführen.

  • Die Regionen Zürich, Basel, Bern und Genf gehören zu den bedeutendsten Logistikstandorten der Schweiz. Dies ergibt eine Analyse der Erwerbstätigen in der Logistik, der Anzahl an privaten Gleisanschlüssen, der überbauten Fläche an Logistikimmobilien sowie der Anzahl der Transportunternehmen.

  • In Bezug auf die Kapazitätsauslastung der Schweizer Strassen-, Schienen- und Luftinfrastruktur bestehen bereits heute zahlreiche Engpässe. Und auch zukünftig ist aufgrund des langfristig zunehmenden Verkehrsaufkommens nicht mit einer Entspannung zu rechnen. Lediglich bei der Binnenschifffahrt sind zum heutigen Zeitpunkt ausreichende Kapazitäten vorhanden.

  • Das europäische Fernverkehrsnetz besitzt für die Schweiz eine grosse Bedeutung. Dabei nimmt der Transitverkehr in Nord-Süd-Richtung aufgrund der gut ausgebauten Infrastruktur einen hohen Stellenwert ein. Besonders ausgeprägt ist die Nord-Süd-Achse bei den Kombinierten Verkehren (Strasse-Schiene). Im Vergleich zu Österreich und Frankreich ist beim alpenquerenden Transportaufkommen der hohe Anteil des Schienenverkehrs gegenüber dem Strassengüterverkehr auffällig.

  • Die Aussenhandelsbilanz der Schweiz weist im Jahr 2010 mit einem Betrag von 20,3 Mrd. CHF ein Rekordhoch aus (bereinigter Handelsüberschuss 19,6 Mrd. CHF). Wichtigste Handelspartner im Import und Export sind die vier Anrainerstaaten der Schweiz (Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich).

  • Der Schweizer Logistikmarkt hat ein wertbezogenes Marktvolumen von 35,9 Mrd. CHF (Basisjahr 2010). Dies wurde über drei unabhängige Wege – die Gütertransport- und die Erwerbstätigenstatistik sowie eine Auswertung der Branchenumsätze – ermittelt.

  • Die Logistikbranche hat sich deutlich von der Finanz- und Wirtschaftskrise erholt. Das Wachstum des Logistikmarktes liegt im Jahr 2010 bei 4,1 %, nachdem das Marktvolumen im Jahr 2009 um 3,6 % zurückgegangen war. Die Wachstums-raten vor der Krise (2007: +7,5 %, 2008: +5,3 %) werden hingegen noch nicht wieder erreicht. Dies spiegelt auch die Entwicklung des Bruttoinlandproduktes wider, welches 2010 um 2,8 % zugelegt hat. Vor der Krise lagen die realen Wachstumsraten bei 2,1 % (2007) bzw. 3,6 % (2008).

  • Der im Rahmen der Logistikmarktstudie 2012 erstmalig quantifizierte Schweizer Intralogistikmarkt hat ein wertmässiges Marktvolumen von 2,6 Mrd. CHF.

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