3.3.1 Strasse (1/2)
Das Haupt- und Nationalstrassennetz der Schweiz ist in einem Bogen vom Genfersee bis zum Bodensee relativ dicht ausgebaut. Dabei erreicht die Schweiz nach dem IMD World Competitiveness Yearbook144 mit 1,77 km Strassenlänge pro Quadratkilometer einen vergleichbaren Wert wie Deutschland.145 Den Spitzenplatz nehmen die Benelux- Staaten ein mit 2,44 km, gefolgt von Österreich (1,62 km), Frankreich (1,62 km) und Italien (1,59 km). Im Rahmen des angesprochenen Bogens ist das Schweizer Strassennetz im Raum der Verkehrsknoten Bern und Zürich am dichtesten ausgebaut. St. Margrethen, Schaffhausen/ Thayngen, Genf und Basel bilden die markanten Randpunkte des Bogens. Der Jura und die Alpen stellen natürliche Verkehrshindernisse dar und können nur an wenigen Punkten überquert werden. Damit ist die Zahl der Autobahnanbindungspunkte mit den Nachbarstaaten begrenzt.
Der Weg durch den Gotthardtunnel bildet mit einem Transportaufkommen von 11,0 Mio. Nettotonnen im Jahr 2008 neben dem Brenner (33,8 Mio. t) und dem Fréjus (12,2 Mio. t) die bedeutendste Route für den Strassengüterverkehr über die Alpen.146 Die anderen Schweizer Alpenpässe über den Grossen St. Bernhard (0,7 Mio. t), den Simplon (0,9 Mio. t) und den San Bernardino (1,8 Mio. t) sind wichtige, aber tendenziell weniger befahrene Ausweichrouten (s. Abb. 49).

Das Nationalstrassennetz umfasst 1766 km (s. Tab. 21), davon knapp 80 % Autobahnen. Die Kantonsstrassen umfassen ein Netz von etwa 18 000 km, die Gemeindestrassen eines von 51 500 km.

Von den über 70 000 km Strassennetz sind vor allem die Nationalstrassen von grosser Bedeutung für den Strassengüterverkehr, da diese den kantons- und landesweiten Gütertransport in vergleichsweise kurzer Zeit ermöglichen.
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Vgl. www.imd.ch. |
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Eine wesentliche Kenngrösse der logistischen Infrastruktur des Güterflusses hinsichtlich der Verkehrswege ist die Netzdichte. Die Netzdichte wird als Quotient der Verkehrsweglänge und der Fläche eines Wirtschaftsraums bestimmt. Damit kann die Netzdichte als Vergleichsgrösse der Infrastrukturausstattung verschiedener Wirtschaftsräume oder auch zum Vergleich innerhalb eines Wirtschaftsraums herangezogen werden. Vgl. Ihde (2001), S. 111 f. |
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Vgl. Bundesamt für Statistik (2010): Alpenquerender Güterverkehr 1984–2008. |
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