3.1.3 Die Logistikzentren der Schweiz (1/4)
Das folgende Kapitel thematisiert die schweizerischen Ballungsräume und Logistikzentren. Dabei wird der Fokus besonders auf regionale Logistikschwerpunkte gelegt. Dazu gehören Kenngrössen wie die Anzahl der Bauaktivitäten oder die Baukosten. Eine weitere wichtige Untersuchung stellte die Ermittlung eines Mietpreisniveau-Index dar, der die Indizierung der Miethöhe in den Schweizerischen Grossregionen ermöglicht. Da sich die Datengrundlage dieses Kapitels seit der Erscheinung der vorherigen Auflage (Logistikmarktstudie 2010) nicht oder nur unwesentlich geändert hat, werden im Folgenden lediglich die Kernergebnisse der letztjährigen Analysen zusammengefasst und in komprimierter Form dargestellt. 72
Schweizweites Flächen- und Immobilienangebot In diesem Unterkapitel wurden in der letztjährigen Studie Baulandpreise und deren Entwicklung analysiert. Datengrundlage hierfür waren unter anderem die statistischen Ämter der Kantone sowie Daten des Bundesamtes für Statistik. Des Weiteren wurden regionsspezifische Analysen der Bestände und Bauaktivitäten von Logistikimmobilien analysiert. Im Folgenden werden die Highlights dieser Analysen zusammenfassend dargestellt.
Das derzeitige Bestandsvolumen überbauter Logistikflächen lässt sich auf knapp 163 Mio. m3 schätzen, was bei einer durchschnittlichen Hallenhöhe von 7 m im Schnitt 10,5 % der gesamten Industrieareale in der Schweiz ausmacht. Jährlich kommen in der Schweiz neue Objekte im Wert von zwischen 445 und knapp 550 Mio. CHF (exklusive Erschliessungs- und Grundstückskosten) zum Logistikimmobilienbestand hinzu. Dabei übersteigt in einigen Regionen die Nachfrage nach modernen und adäquaten Logistikimmobilien das verfügbare Angebot. Die Hauptursache liegt darin, dass die Bestandsobjekte zu klein sind und/oder den verschiedenen Anforderungen der Nutzergruppen nicht entsprechen.
Regionale Logistikschwerpunkte Die regionsspezifische Analyse der Logistikstandorte ergibt, dass sich neben den klassischen Ballungsräumen Basel, Genf und Zürich in den letzten Jahren weitere Standorte wie die Region Aarau positiv bezüglich der Logistik in der Schweiz entwickelt haben. Ausschlaggebend für die Bewertung der Regionen waren dabei die Anzahl der logistikrelevanten Bauaktivitäten und Baukosten, die Menge an niedergelassenen Transportunternehmen sowie die Anzahl an privaten Gleisanschlüssen und Mitarbeitenden im Bereich Logistik. Werden die Grossräume Basel, Bern, Genf und Zürich aggregiert betrachtet, so bilden sie die vier bedeutendsten Logistikplattformen der Schweiz (s. Tab. 7).

Bauaktivitäten und Mietpreissituation im schweizerischen Markt für Logistikimmobilien In diesem Kapitel wurden relevante Kennzahlen und Entwicklungen für den Logistikimmobilienmarkt analysiert. Unter anderem wurden die Anzahl und Art der logistikrelevanten Bauaktivitäten sowie die Höhe der Mietpreise in den unterschiedlichen Regionen der Schweiz betrachtet. Diese Analyse ergab, dass die durchschnittliche Anzahl der Bauaktivitäten in den Jahren 1998 bis 2008 pro Jahr 96 Objekte umfasste. Diese Logistikobjekte liessen sich in die Kategorien Neubau (32,2 %), Anbau (28,1 %), Umbau (21,6 %) und Renovation (2 %) unterteilen. Negativ wirkten sich «Objektschliessungen » bzw. Abbrüche/ Stilllegungen (16,1 %) auf den Immobilienbestand aus.
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Die vollständigen Kapitel der vorherigen Auflage können jedoch bei Interesse weiterhin über www.logistikmarkt.ch bezogen werden. |
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