3.2.3
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Auswirkungen der wirtschaftlichen Lage der Handelspartner auf den Aussenhandel (1/4)
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Im Kontext der Untersuchung der gesamtwirtschaftlichen Lage des Schweizer Aussenhandels wird in diesem Kapitel eine erste grobe Analyse durchgeführt, in welchem Masse der schweizerische Aussenhandel vom konjunkturellen Zustand der Handelspartner abhängt. Ziel ist es dabei, zukünftig die Ursachen für Schwankungen in den Handelsmengen besser lokalisieren zu können. Beispielsweise könnten so systematisch Hinweise dafür gefunden werden, ob Abnahmen der Schweizer Exportmengen auf Nachfrageschwächen der Partner zurückzuführen sind oder ob andere Gründe dafür verantwortlich sind. Denkbar wäre beispielsweise ein Nachfragerückgang als Folge von gestiegenen Rohstoffpreisen bei den vorgelagerten Importen in die Schweiz. Als Kennzahl für die wirtschaftliche Verfassung der betrachteten Handelspartner wird das Bruttoinlandprodukt (BIP), bzw. dessen Veränderung zum Vorjahr, als Summe aller produzierten Güter und Dienstleistungen128 gewählt.130 Die Analysen werden dabei für Importe und Exporte separat und aus Sicht des Nachfragers, also des einführenden Landes, durchgeführt. Bei den Importen in die Schweiz wird demnach der Warenwert der importierten Güter dem BIP der Schweiz gegenübergestellt, für die Analyse der Exporte entsprechend das BIP der jeweiligen Handelspartner dem Warenwert der in dieses Land aus der Schweiz exportierten Güter. Die Analyse wird auf die Anrainerstaaten Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich in ihrer Funktion als wichtigste Handelspartner der Schweiz beschränkt (s. Kap. 3.2.5).
| 128 |
Vgl. Mankiw/Taylor (2006), S. 468. |
| 130 |
Aufgrund seines gesamtwirtschaftlichen Ansatzes, der grossen Aussagekraft und Vergleichbarkeit gilt das BIP als eine der wichtigsten Kennzahlen der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung, welche als indirekter Indikator für die Nachfrage nach Logistikleistungen interpretiert werden kann. Zudem basieren die Bemessungsgrundlagen des BIP und des Aussenhandels auf den Landesgrenzen. |
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