4.1.1 Kriterien für eine Segmentierung des Gesamtmarktes (1/4)
In diesem und den folgenden Kapiteln werden die Grundlagen und die Systematik für die Segmentierung des Logistikmarktes in sieben Teil- und drei Querschnittsmärkte dargestellt. Dazu werden zunächst allgemeine Segmentierungskriterien präsentiert und anschliessend die einzelnen Teilmärkte konzeptionell erläutert.
Vor der Erstellung der 1. Auflage der Logistikmarktstudie existierte keine standardisierte Segmentierung des schweizerischen Logistikmarktes. Deshalb waren zunächst Kriterien für eine zweckmässige Marktsegmentierung zu definieren. Prinzipiell standen für die Logistik folgende, nicht immer überschneidungsfreie Segmentierungskriterien zur Identifikation von Teilmärkten zur Verfügung: 317
- Art des Logistikobjektes (Schüttgüter, Stückgüter, Flüssiggüter, gasförmige Güter, Schwer- und Langgüter) und dessen besondere Beschaffenheit (temperaturgeführte Güter, hängende Ware, Umzugsgüter, Gefahrgüter).
- Grösse des Logistikobjektes nach Gewicht und Volumen: Briefe (bis 2000 g); Pakete (2 bis 31,5 kg); Einzelpaletten und Teilladungen (31,5 kg bis 3 t); Komplettladungen (3 bis 25 t); Schwergut (ab 25 t) sowie «Containerisierbarkeit».318
- Dimensionen der Gütertransformation nach Raum (Nah- und Fernverkehr, Import- und Exportverkehr, Binnen- und Transitverkehr) und nach Zeit (Standortspezifika).
- Transportmittel und Technologien: Strasse, Schiene, Luft, Binnenschiff, Hochseeschiff, Kombinierter Verkehr: Schiene/Strasse (begleitet, unbegleitet), Schiene/Binnenschifffahrt, Strasse/Binnenschifffahrt, Seeschifffahrt/Schiene, Seeschifffahrt/Strasse, trimodaler Verkehr.
- Leistungsbreite und -tiefe nach Transport, Umschlag, Lagerung und «Sonstiges»319 (standardisiert/ individuell; zeitkritisch/zeitunkritisch; einzeln/als Bündel).
- Branchenbezug des Logistikobjektes (z. B. Automobilindustrie, Konsumgüterindustrie und -handel, Papierindustrie, Textilindustrie) sowie Kundenfokus (Business-to-Business, Business-to- Consumer, Consumer-to- Consumer, Administration-to-Consumer).
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Bei Zöllner (1990), S. 44 ff. finden sich weitere Kriterien zur Bildung verschiedener Segmente von Logistikmärkten. |
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Container werden als standardisiertes Ladehilfsmittel für unterschiedliche Ladegüter wie Stückgut, Schüttgut, Schwergut sowie Tankladungen eingesetzt. Einzelne kleine Sendungsgrössen lassen sich zu einem Container konsolidieren. |
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Der Begriff «Sonstiges» umfasst Dienstleistungskomponenten (sogenannte Value-added Services), die direkt mit Aktivitäten des Transports, des Umschlagens und der Lagerung in Verbindung gebracht werden können. |
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