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3.4.

Transportaufkommen der Schweiz und Bedeutung des alpenquerenden Güterverkehrs (1/3)

Der Umfang der Gütertransportleistungen steigt in der Schweiz beständig an. So wurden auf der Schiene und der Strasse im Jahr 2005 zusammen 27,5 Mrd. Tonnenkilometer (tkm) befördert, während es im Jahre 1990 lediglich 20,6 Mrd. tkm waren. Dabei betrug der Anteil des Schienengüterverkehrs im Jahr 2005 42,5%.87 Einer Untersuchung des Amtes für Raumentwicklung (ARE) zufolge wird die Güterverkehrsleistung je nach Szenario von 2002 an bis 2030 auf 31 bis 42 Mrd. tkm anwachsen. Dies entspricht einer Steigerung von 32 bis 78%.88 Vor allem die Schiene wird sich dabei künftig sehr dynamisch entwickeln und ihren Marktanteil gegenüber der Strasse merklich steigern können.

Beim Gütertransportaufkommen auf Strasse und Schiene ist nach einem zwischenzeitlichen Rückgang in den 1990er Jahren wieder ein Aufwärts-
trend erkennbar. Allerdings liegt die Menge der transportierten Tonnage 2007 mit 434,2 Mio. Tonnen (t) immer noch leicht unter dem Wert von 1990 mit 440 Mio. t.
89 Aus dem leichten, aber kontinuierlichen Anstieg der letzten Jahre lässt sich schliessen, dass auch weiterhin mit einem leichten Anstieg des Transportaufkommens zu rechnen ist. Da kürzere Strecken meist mit dem LKW auf der Strasse zurückgelegt werden, ist der Anteil der auf der Schiene beförderten Gesamttonnage mit 16,6% vergleichsweise niedrig.



87 Vgl. Bundesamt für Statistik (2008): Verkehrsaufkommen und Verkehrsleistung im Güterverkehr.
88 Im Rahmen des Expertenberichts «Perspektiven des schweizerischen Güterverkehrs bis 2030» wurden insgesamt drei unterschiedliche Szenarien zur Prognose der zukünftigen Güterverkehrsleistung analysiert. Das Basisszenario geht von einer trendmässigen Entwicklung der Wirtschaft und der schweizerischen und europäischen Güterverkehrspolitik aus. Das Alternativszenario 1 «Bahndynamik und Alpenschutz in Europa» unterstellt ein stärkeres Wirtschaftswachstum mit einem entsprechend grösserem Güterverkehrswachstum, das zu einer Intensivierung der Verlagerungspolitik in Europa führt. Das Alternativszenario 2 «Stagnation und schwache Bahn» geht von einer stagnierenden Wirtschaft und aufgrund einer geringen Bereitschaft zur Liberalisierung der Bahn von einer Kapazitätserweiterung auf der Strasse aus
 89 Vgl. Bundesamt für Statistik (2008): Verkehrsaufkommen und Verkehrsleistung im Güterverkehr.
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