|
3.5.3. Nachfrageseitige Annäherung (1/2)
Beschreibung des allgemeinen Vorgehens
Der dritte Weg zur Bestimmung des Logistikgesamtmarktes besteht in der Auswertung der Input-Output-Statistik der Schweiz und der eigenen Primärerhebung. Das allgemeine Vorgehen lässt sich in drei wesentlichen Schritten kurz darlegen:
Schritt 1: Aufschlüsselung der Branchenumsätze Den Ausgangspunkt des dritten Weges bilden die Umsätze in den einzelnen Branchen. Die dazu notwendigen Daten stammen vom Bundesamt für Statistik (BfS) und einer Studie der ETH Zürich. 109 Aus Letzterer lassen sich die Verflechtungen zwischen den einzelnen Wirtschaftszweigen nach NOGA-Standard 110 und deren Wertschöpfung herauslesen. 111
Schritt 2: Bestimmung der Logistikkosten pro Branche Jeder Branche werden die am erwirtschafteten Gesamtumsatz anteiligen Logistikkostenanteile zugeordnet. Diese werden aus den Ergebnissen der Unternehmensbefragung der Verlader und Logistikdienstleister bestimmt.
Schritt 3: Bestimmung der Logistikmarktgrösse Abschliessend lässt sich über die Addition der Logistikkosten über alle Branchen das wertmässige Volumen des Logistikgesamtmarktes abschätzen.
| 109 |
Vgl. Nathani et al. (2006). |
| 110 |
Die NOGA 2002 (Nomenclature Générale des Activités économiques) ist eine Branchen- und Wirtschaftsnomenklatur, die es ermöglicht, die statistischen Einheiten «Unternehmen» und «Arbeitsstätten» aufgrund ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit zu klassifizieren und in eine übersichtliche, einheitliche Gruppierung zu bringen. Sie berücksichtigt sowohl die von der statistischen Systematik der Wirtschaftszweige in der Europäischen Gemeinschaft (NACE Rev. 1.1) vorgegebenen Rahmenbedingungen als auch die Bedürfnisse der verschiedenen Interessengruppen in der Schweiz. |
| 111 |
Vgl. Bundesamt für Statistik (2006): Produktionskonto nach Branchen; Nathani et al. (2006). |
|