2.1. Logistikverständnis der Studie (1/2)Das der Studie zugrunde zu legende Logistikverständnis richtet sich einerseits nach der Anschlussfähigkeit an bestehende Untersuchungen. Andererseits sind alle Logistikleistungen zu berücksichtigen, die von Lesern aus Praxis und Wissenschaft intuitiv unter Logistik subsumiert werden. Ausgangspunkt der Überlegungen bildet der Leistungsbegriff der Logistik. 1 Leistungen der Logistik müssen sowohl klar von anderen betriebswirtschaftlichen Leistungen abgrenzbar als auch messbar sein. Aus diesem Grund dient der traditionelle «TUL»-Begriff, der sich an Transport (T), Umschlag (U) und Lagerung (L) als Kern-Logistikdienstleistungen orientiert, als Ausgangspunkt für die vorliegende Untersuchung. Um dem Anspruch einer umfassenden Begriffsde?nition, welche auch ein breiteres Spektrum an Logistikleistungen umfasst, gerecht zu werden, ist eine entsprechende Anpassung notwendig. Dafür wird die Bezeichnung «TUL & Sonstiges» gewählt, welche neben den klassischen Transport-, Umschlags- und Lagerleistungen weitere Dienstleistungskomponenten (so genannte Value-added Services), die mit der Logistik in Verbindung gebracht werden können, unter dem Ausdruck «Sonstiges» subsumiert. Dieser Ansatz erscheint schon deshalb geeignet, weil auch Klaus/Kille (2006) in ihrer Studie über den deutschen Logistikmarkt eine erweiterte Version der TUL-De?nition verwenden. 2 Bei den Zusatzdienstleistungen kann man zwischen operativen Value-added Services wie Verpackung, Kommissionierung, Absatzförderung, Preislabeling, Qualitätskontrolle, Regalführung oder Reparaturservice einerseits und administrative Value-added Services andererseits unterscheiden. Bei Letzteren handelt es sich hauptsächlich um Leistungen wie Bestands?nanzierung, Rechnungsabwicklung, Transportversicherung, Logistikberatung, IT-Support oder Verzollung. Eine isolierte Betrachtung dieser verschiedenen Leistungen ist teilweise schwierig, da oftmals ganze Leistungspakete angeboten werden. In der vorliegenden Untersuchung werden diese beiden Ausprägungen nicht näher differenziert.
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