Logistikmarktstudie Schweiz 2012 Mit dem Wachstum des Logistikmarktes nahmen auch die Beschäftigten-zahlen wieder zu. Sie stiegen 2010 um 1,3% an. So waren im Berichtsjahr insgesamt rund 168'000 Personen in der Schweizer Logistikbranche beschäftigt. Im Jahr 2009 war die Zahl der Mitarbeitenden um 1,8% gesunken. Die jährlichen Veränderungen der Mitarbeiterzahlen fallen dabei jeweils schwächer aus als die des Logistikgesamtmarktes. Dies liegt unter anderem in langfristigen Arbeits- bzw. Tarifverträgen begründet. Gestiegen sind auch die Mengen der in der Schweiz beförderten Güter. Dabei legten alle Verkehrsträger mit Ausnahme der Rohrleitungen (Pipelines) zu. Insgesamt stiegen die 2010 transportierten Tonnagen um 2,9% auf das Gewicht von 455,7 Mio. Tonnen. Hauptverkehrsträger bleibt die Strasse Favorit der Transporte ist dabei weiterhin die Strasse, sowohl gemessen am Warenwert als auch an der transportierten Tonnage. Strassengütertransporte haben, ähnlich wie in den vergangenen Jahren, einen Anteil von 79,1 % am gesamten Güteraufkommen. Da die Anrainerstaaten Deutschland, Frankreich, Österreich und Italien die wichtigsten Aussenhandelspartner der Schweiz darstellen, ist nachvollziehbar, dass der Verkehrsträger Strasse auch im Aussenhandel die bedeutendste Rolle innehat. Auf Rang 2 folgt mit einem Anteil von 14% die Schiene. Danach schliessen sich der Rohrleitungsverkehr (3,5 %) und der Schiffsgüterverkehr (3,3 %) an. Der Bahnverkehr wie auch die Schifffahrt spielen bei hohen Transporttonnagen eine wichtige Rolle. Die Luftfracht hingegen hat nur einen Anteil von 0,1% am Gesamtaufkommen, sie spielt besonders für hochwertige Güter eine sehr bedeutende Rolle, was sich auch in der Analyse des Aussenhandels der Schweiz unter logistischen Gesichtspunkten zeigt. Rund 18 % der wertmässigen Importe und 39 % der Exporte werden über diesen Verkehrsträger abgewickelt. Branchenentwicklung spiegelt Volkswirtschaft wider Die Entwicklung des Schweizer Logistikmarktes verläuft analog zum Bruttoinlandsprodukt, jedoch volatiler. Während das Bruttoinlandsprodukt in der Schweiz im Krisenjahr 2009 um 1,7 % zurückging (das Logistikmarktvolumen mehr als doppelt so stark), legte das Bruttoinlandsprodukt der Schweiz im Jahr 2010 um 2,8 % zu (im Vergleich zur Logistik mit 4,1 %). Logistikmarktstudie 2012 um weitere Inhalte ausgebaut Die neue Ausgabe der Logistikmarktstudie Schweiz beleuchtet verschiedenste Aspekte des Schweizer Logistikmarktes mit detaillierten Analysen. Neben der ausführlichen und aktualisierten Beleuchtung einzelner Verkehrsträger und des Aussenhandels nach geographischen, verkehrsträgerspezifischen und warenspezifischen Aspekten wurde die Studie um weitere spannende Themenfelder ergänzt. Sie enthält neu eine tiefgehende Analyse der Schweizer Binnenschifffahrt. Ferner liefern die Ergebnisse einer grossen Umfrage auf dem Schweizer Logistikmarkt interessante Erkenntnisse zum Kombinierten Verkehr und zu Anforderungen der verladenen Wirtschaft an Logistikdienstleister. Zusätzlich wird erstmalig der Schweizer Intralogistikmarkt quantifiziert. |